Ort der Spirtualität

Als einen Ort gelebter Spiritualität schätzen Gäste und Besucher die besonderen Angebote von Haus Mariengrund. Andachten, die Begleitung durch unsere Schwestern sowie unsere zwei Kapellen stehen Gästen und Besuchern offen. Uns inspiriert die lebendige Tradition christlicher Spiritualität und wir schätzen die Weisheiten anderer Religionen und Kulturen als wertvolle Bereicherung. Jeder Gast ist daher unabhängig von Religionszugehörigkeit und Weltanschauung in Haus Mariengrund vorbehaltslos herzlich Willkommen.

Urheiligtum (Quelle: PressOffice Schönstatt)

Schönstatt-Bewegung als Träger des Hauses

Das Haus befindet sich in gemeinnütziger Trägerschaft der Schönstatt-Bewegung und wird von den Marienschwestern geleitet. Schönstatt ist ein Stadtteil der Stadt Vallendar bei Koblenz am Rhein. Hier wurde die Bewegung 1914 in einer kleinen Kapelle gegründet. Haus Mariengrund ist eines von etwa 200 weltweit verbreiteten Schönstattzentren, welche sich durch die Kombination aus einem originalgetreuen Nachbau der Gründungskapelle und einem Bildungshaus auszeichnen. Die sog. „Kapellchen“ bilden den religiösen Mittelpunkt der Bewegung.

Heute gestaltet die Schönstatt-Bewegung ihr Zusammenleben in familienhaften Strukturen und gliedert sich in verschiedene Gruppierungen: Priester, Marienschwestern, Marienbrüder, Familienbund, Mütter- und Frauenliga, Männerbund, die Mannes- und Mädchenjugend, die Krankenliga und den Akademikerinnenbund. Während mit den Laien innerhalb der Bewegung verschiedenste Berufe versammelt werden, engagieren sich die geistlichen Bewegungsmitglieder hauptsächlich in sozialen, pädagogischen und erzieherischen Berufsfeldern.

Weitere Informationen zur Bewegung erhalten Sie > hier

Pater Kentenich (Quelle: PressOffice Schönstatt)

Pater Kentenich: Gründer der Schönstatt-Bewegung

Pater Josef Kentenich (*16.11.1885 in Gymnich bei Köln) wirkte als Spiritual und Pädagoge im Studienkolleg der Pallottiner in Vallendar. Kentenich entwickelte ein auf Ganzheitlichkeit zielendes pädagogisch-psychologisches Erziehungskonzept. Er hielt Tagungen und Seminare für Priester und Laien in pädagogischen Berufen.

Für Pater Kentenich war die Selbstreflexion der Erzieher elementar. Er verstand sie als Grundgedanken, der Erziehung, Bildung und Sozialisation erst authentisch werden lässt. Auf dieser Basis entwickelte er ein auf Ganzheitlichkeit zielendes pädagogisch-psychologisches Erziehungskonzept. Seine Pädagogik formulierte er aus dem katholischen Kontext heraus und versuchte sie in eben diesem zu installieren, indem er PädagogInnen, Priester und ErzieherInnen weiterbildete und geistlich begleitete.

Der Gründer der Schönstatt-Bewegung glaubte an den positiven Einfluss der stabilen Beziehungen zwischen den Menschen. Für die Bewegung ist dieser Bindungsgedanke zusätzlich ein zentraler spiritueller Moment, da Kentenich in der Gottesmutter Maria das Urbild der erzieherisch wirksamen Beziehung deutete.